Japans Regierung hält die Lage am AKW Fukushima für kritisch

Auch die Regierung in Japan hält die aktuelle Lage um das AKW Fukushima für kritisch. Da immer wieder Rauch aufsteigt oder die radioaktive Strahlung zu hoch ist, werden die riskanten Arbeiten zur Sicherung der defekten Reaktorblöcke immer wieder unterbrochen. „Nach gegenwärtiger Lage dürfen wir nicht zu optimistisch sein“, so Regierungssprecher Yukio Edano auf einer Pressekonferenz in Tokio.

Die Einsatzkräfte konnten ihre Vorbereitungen zur Instandsetzung des Kühlsystems im Reaktor 1 und 3 nach einer halbtägigen Unterbrechung wegen des schwarzen Rauchs wieder fortsetzen. Mittlerweile konnte auch die Beleuchtung im Kontrollraum von Block 1 wieder instand gesetzt werden. Trotzdem sind immer wieder Fernsehbilder zu sehen, die zeigen, wie weißer Dampf über den Reaktoren 1, 2 und 4 aufsteigt. Der Sender „NHK“ erklärte, dass es das erste Mal sei, dass auch bei Block 1 Rauch beobachtet wurde.

Unterdessen zeichnen sich nun auch Probleme in dem ansonsten unkritischen Reaktor 5 ab. Die Atomsicherheitsbehörde (NISA) erklärte, dass das Pumpensystem des Reaktors defekt sei. Daraufhin sei die Kühlung ausgefallen. Aktuell soll die Situation stabil sein, es müsse aber mit ansteigenden Temperaturen im Reaktor und im Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe gerechnet werden. Die Pumpe soll nach aktuellen Planungen möglichst schnell repariert werden.

Bild von Alo Lopez

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