Japanerinnen fordern US-Girls im Finale‎ der Frauenfußball-WM

Japan hat etwas überraschend das Finale der Frauen-WM 2011 erreicht. Die Mannschaft setzte sich in Frankfurt vor rund 45.000 Zuschauern mit 3:1 (1:1) gegen Schweden durch und trifft damit im Endspiel auf die USA.

Matchwinnerin war Nahomi Kawasumi, denn sie egalisierte mit ihrem Treffer nicht nur die frühe schwedische Führung (19. Minute), sondern sorgte zudem mit ihrem Tor zum 3:1 aus rund 35 Metern (64. Minute) für die Entscheidung. Japan war gut in die Halbfinal-Begegnung gestartet. Doch nach zehn Minuten leistete sich Homare Sawa einen Fehlpass und leitete damit die glückliche schwedische Führung ein. 15 Meter vor dem eigenen Strafraum spielte sie den Ball quer, Josefine Öqvist schnappte sich das Spielgerät und ließ Ayumi Kaihori im Tor der Japanerinnen mit einem Schuss in die rechte obere Ecke keine Abwehrchance (10.). Doch schon neun Minuten später gelang Japan der Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem vor allem die Asiatinnen überzeugten.

Die Japanerinnen erzielten dann in der 60. Minute durch Sawa die verdiente 2:1-Führung. Allerdings profitierte die Kapitänin von einem Torwartfehler Hedvig Lindahls, die am Ball vorbei sprang. Auch nach Japans 3:1 in der 64. Minute war bei Schweden noch immer der Wille zu erkennen, das Spiel nochmals zu drehen – aber es fehlten die Mittel. Am Ende zog Japan verdient ins Finale ein.

Indes erreichte Topfavorit USA zum dritten Mal das Endspiel einer Frauenfußball-WM. Der Olympiasieger gewann das andere Halbfinale gegen Frankreich 3:1 (1:0) und steht nach 1991 und 1999 vor dem dritten Titelgewinn. Damit wäre die USA alleiniger Rekord-Weltmeister. Lauren Cheney (9.), Abby Wambach (79.) und Alex Morgan (82.) trafen für die Amerikanerinnen. Frankreichs Sonia Bompastor (55.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Bild von hombi

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