Japan: Weitere Arbeiterin am AKW Fukushima verstrahlt

Erneut ist am havarierten AKW Fukushima eine Arbeiterin stärker als zulässig verstrahlt worden. Das teilte der Betreiber Tepco am Sonntag mit. Demnach bekam die Frau eine Strahlendosis von 7,49 Millisievert ab. Innerhalb von drei Monaten sei ein Wert von 5 Millisievert erlaubt. Es wurde keine Angabe dazu gemacht, bei welcher Tätigkeit die Frau der Radioaktivität ausgesetzt wurde.

Sie ist die zweite Frau, die im AKW Fukushima über die Grenzwerte hinaus verstrahlt wurde. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte Tepco mitgeteilt, dass eine andere Arbeiterin eine Dosis von 17,55 Millisievert Ende März abbekam. Das übersteigt den Grenzwert um mehr als das Dreifache. Für Frauen liegt das Strahlenlimit aufgrund einer möglichen Schwangerschaft niedriger als für ihre männlichen Kollegen.

Indes ist Toshiso Kosako, Professor der University of Tokyo, von seinem Posten zurückgetreten. Er will die japanische Regierung nicht mehr beraten. Kosako begründete die Entscheidung damit, dass das Büro des Ministerpräsidenten und die Behörden in der Krise unzureichend handelten. Demnach halte sich die Regierung nicht an die geltenden Gesetze. Kosako erklärte weiter, dass die Regierung den seiner Einschätzung nach unangemessenen Grenzwert für Grundschulen in der Nähe von Fukushima festgesetzt habe. Dies könne er als Wissenschaftliche nicht zulassen. Vor wenigen Tagen hatte die Regierung einen Strahlengrenzwert für Grundschulen festgelegt, bei dem sich die Belastung auf 20 Millisievert pro Jahr summiert.

Bild von WordRidden

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