Japan: Arbeiter betreten Katastrophenreaktor im AKW Fukushima

Aktuell ist die Strahlung im Reaktor 1 vom havarierten AKW Fukushima enorm hoch. Für Personen besteht weiterhin Lebensgefahr. Trotzdem hat der Betreiber des Atomkraftwerks, Tepco, jetzt erstmals seit dem Unglück Arbeiter in das teils zerstörte Gebäude geschickt.

Japanische Medien vermeldeten unter Berufung auf den Betreiber Tepco, dass erstmals nach der Havarie des AKW Arbeiter ein Reaktorgebäude betreten haben. Demnach sei es das Ziel, das Kühlsystem im Reaktor 1 zu installieren und die Radioaktivität zu messen. Sie sollen zudem einen Filter für die radioaktive Luft einbauen. Die beiden Arbeiter waren mit Schutzanzügen bekleidet und mit Sauerstoffmasken ausgerüstet, hieß es weiter. Der Einsatz der beiden Arbeiter ist demnach ein Teil der Bemühungen, das Belüftungssystem wieder gangbar zu machen. In kleinen Gruppen sollen die Männer zukünftig arbeiten, erklärte man zudem. Dabei wird jede Gruppe maximal zehn Minuten in dem Reaktor bleiben.

Kurz nach dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami vor rund zwei Monaten gab es starke Explosionen in Fukushima. Dabei wurden insgesamt vier der sechs Reaktoren beschädigt. Tepco versucht seitdem, durch eine notdürftige Kühlung der Reaktoren mit Wasser die Überhitzung der Brennstäbe zu verhindern.

Bild von Samat Jain

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