Japan: Tepco plant Schutzmantel um Reaktor 1 im Akw Fukushima

Rund drei Monate nach dem schweren Erdbeben und dem folgenden Tsunami hat Japan aktuell immer noch mit der gefährlichen Strahlung aus der Ruine des Akw Fukushima zu kämpfen. Vor allem Block 1 bereitet dem Betreiber Tepco Sorgen. Das liegt auch an den geschmolzenen Brennstäben und dem radioaktiv verseuchten Wasser im Gebäude.

Durch Wind und Wetter werden ungehindert radioaktive Partikel in die nähere und weitere Umgebung geblasen. Aus diesem Grund plant Tepco aktuell, das Gebäude mit einem Gerüst und einer Plane aus Polyester zu schützen. Die Hülle muss vor allem wasser- und winddicht sein. Der Betreiberkonzern veröffentlichte den ganzen Aufbau mittels einer Computersimulation. Eigenen Angaben zufolge ist die Konstruktion erdbebensicher. Tepco will mit dem Bau am 27. Juni beginnen. Bewährt sich das neue Verfahren, will Tepco es auch bei den beschädigten Blöcken 3 und 4 anwenden. Der Betreiber versucht so, die aktuelle Lage in den Griff zu bekommen. Tepco und Japans Regierung waren aufgrund des Umgangs mit der Katastrophe immer wieder in die Kritik geraten.

Indes werden die Reparaturarbeiten fortgesetzt. Die Trupps in der Atomruine stehen vor einem wichtigen Etappenschritt zur Bewältigung der Katastrophe. Eine Anlage zur Dekontaminierung des verstrahlten Wassers solle möglichst an diesem Freitag in Betrieb genommen werden. Das teilte der Betreiberkonzern mit. Demnach sei ein Testdurchlauf mit schwach verseuchtem Wasser erfolgreich gewesen. Der Cäsium-Gehalt konnte auf das gewünschte Niveau reduziert werden, teilte die japanische Atomaufsicht mit. Mit der neuen Anlage sollen die großen Mengen hochgradig verseuchten Wassers gereinigt werden.

Bild von Mad House Photography

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