Japan stoppt Rinder-Lieferung‎ aus Fukushima‎

Immer wieder schrecken die Langzeitfolgen des Atomunfalls in Fukushima nach dem verheerenden Beben und dem folgenden Tsunami vom 11. März die japanische Bevölkerung auf.

Japans Regierung hat jetzt die Rindfleischlieferungen gestoppt, nachdem Hunderte Rinder aus der Umgebung das Akw Fukushima in verschiedene Landesteile exportiert wurden. Das berichten japanische Medien übereinstimmend. Die Regierung entschied sich für diese Maßnahme, nachdem rund 650 mit verstrahltem Heu gefütterte Rinder aus Fukushima an Schlachthöfe in ganz Japan geliefert wurden. Von offizieller Seite heißt es, es sei nicht bekannt, ob verstrahltes Fleisch an Konsumenten verkauft wurde. Demnach seien die Fleischlieferungen in der Zeit vom 28. März bis zum 6. Juli erfolgt. Derzeit hat Japan kein zentrales System zur Prüfung von Radioaktivitätswerten in Nahrungsmitteln. Daher verlässt man sich auf Tests örtlicher Behörden.

Indes laufen die Vorbereitungen zur Stilllegung des Akw Fukushima nach Angaben der Regierung wie geplant. Ministerpräsident Naoto Kan erklärte vor dem Parlament, dass die erste Etappe zur Stabilisierung der beiden stark beschädigten Reaktoren mit der Inbetriebnahme eines provisorischen Kühlungssystems beinahe in der gesetzten Frist abgeschlossen worden sei.

Bild von Samat Jain

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