Japan: Regierung spricht von einer teilweisen Kernschmelze

Die Schreckensmeldungen vom AKW Fukushima in Japan nehmen aktuell kein Ende. Denn nach Einschätzung der japanischen Regierung ist es im Reaktor 2 des havarierten AKW zu einer „teilweisen“ Kernschmelze gekommen. Nach Angaben von Regierungssprecher Yukio Edano rühre das vermutlich hoch radioaktive Wasser, welches in dem Reaktor entdeckt wurde, davon. Allerdings geht die Regierung davon aus, dass die Kernschmelze lediglich vorübergehend sei.

Im Turbinengebäude von Reaktor 2 war gestern Wasser mit mehr als 1000 Millisievert pro Stunde gemessen worden. Tepco, der Betreiber der Anlage, hatte zuvor widersprüchliche Angaben über die Radioaktivität gemacht. An dem Umgang mit den Messwerten übte Edano nun scharfe Kritik. Der Regierungssprecher erklärte, dass dies „inakzeptabel sei“.

Indes erschütterte am frühen Morgen die Region erneut ein schweres Erdbeben. Bislang gab es noch keine Berichte über Verletzte oder Schäden. Zunächst gab die US-Erdbebenwarte (USGS) die Stärke des Bebens mit 6,5 an, stufte das Beben später auf 6,1 herunter. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte ereignete sich das Beben um 7:24 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag in sechs Kilometern Tiefe vor der Ostküste und 163 Kilometer von Fukushima entfernt. Zunächst wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben, diese jedoch wenig später wieder zurückgenommen.

Bild von Newtown grafitti

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