Japan: Neues Leck am Reaktor im Akw Fukushima

Offenbar bekommt der Betreiber des havarierten Atomkraftwerk Fukushima die Probleme nicht unter Kontrolle. Aktuell weiß man bei Tepco offenbar nicht, was in den Reaktoren wirklich passiert.

Am Donnerstag haben Arbeiter an der Druckkammer von Reaktor 1 des havarierten Akw ein Leck entdeckt. Junichi Matsumoto, Sprecher der Betreiberfirma Tepco, erklärte, dass der Reaktor schwerer beschädigt sei, als zunächst angenommen wurde. Diese neue Nachricht dürfte den Betreiber dazu zwingen, dass man die Stabilisierung der Ruine neu planen muss. Der größte Teil der rund 11.000 Kubikmeter Wasser, die der Betreiber zur Kühlung der Druckkammer nutzte, ist verschwunden. Vermutlich ragen die vier Meter langen Brennstäbe fast völlig aus dem Wasser. Tepco nimmt jetzt an, dass sie geschmolzen seien und aktuell im Wasser auf dem Reaktorboden liegen. Matsumoto erklärte weiter, dass es jedenfalls unwahrscheinlich sei, dass die Brennstäbe noch in ihrer ursprünglichen Position wären.

Tepco versucht seit Anfang der Woche, zur Kühlung die Druckkammer zu fluten. Nun wird das nicht mehr möglich sein. Zwar bedeutet der Fund des Lecks keine Verschlimmerung der aktuellen Lage im Akw Fukushima, doch die Bergungsarbeiten könnten sich hierdurch komplizieren und verzögern.

Bild von Samat Jain

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