Japan: Nachbeben und neue Explosion im AKW Fukushima

Die Lage im AKW Fukushima spitzt sich weiter zu: Nun gab es auch im Reaktorkomplex 3 eine Wasserstoffexplosion. Die Stahlhülle des Blocks 3 hat nach Angaben der Regierung aber keinen Schaden erhalten und hielt der Explosion stand. Nur das Dach des Gebäudes wurde angeblich zerstört. Die Betreiberfirma des AKW, Tepco, teilte mit, dass keine größere Menge Radioaktivität freigesetzt worden sei. Demnach sei es unwahrscheinlich, dass eine zusätzliche Explosion anstehe. Bei dem Vorfall wurden nach Angaben von Tepco elf Menschen verletzt.

Um kurz nach 10 Uhr Ortszeit am Montag hatte es ein Nachbeben der Stärke 6,2 gegeben. Erneut war das Beben auch in Tokio zu spüren. Nach Angaben der US-Erdbebenbehörde lag das Epizentrum ca. 140 km nordwestlich von Tokio. Das bedeutet, dass es in Richtung der Atomanlage Fukushima lag. Eine Tsunami-Warnung wurde wenig später wieder aufgehoben.

Die Regierung rief nach der erneuten Explosion in Fukushima im Umkreis von 20 km die Menschen dazu auf, dass sie in den Häusern bleiben sollen. Immer noch befinden sich etwa 600 Menschen trotz der Evakuierung in diesem Gebiet. Wie die Regierung mitteilte, könnte es in einem der Reaktoren teilweise zu einer Kernschmelze gekommen sein. Bislang erlitten nach offiziellen Angaben 22 Menschen eine Strahlenvergiftung. Es kamen bis zu 190 Menschen in Berührung mit Radioaktivität.

Bild von JanneM

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