Japan: Droht nach Erdbeben und Tsunami nun der atomare Super-GAU?

Die Lage in Japan spitzt sich nach dem schweren Erdbeben vom Freitag weiter zu. Wie japanische Medien übereinstimmend berichten, tritt aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 nach schweren Beschädigungen radioaktives Material aus. Experten warnen vor einer Kernschmelze. Radioaktives Cäsium sei schon ausgetreten. Demnach ist die Radioaktivität im Umfeld des AKW um das 1000-Fache des normalen Wertes gestiegen. Premierminister Naoto Kan weitete daraufhin den Evakuierungsbereich aus. In einem Umkreis von zehn Kilometern fordert er die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Agentur Kyodo meldete zudem, dass auch das Atomkraftwerk Fukushima 2 den atomaren Notfall ausgerufen habe. Demnach seien drei Reaktoren des AKW ausgefallen. Auch hier haben sich die Behörden dazu entschlossen, eine Evakuierung auszurufen. Nach dem Ausfall der Kühlanlage infolge des Erdbebens droht in den Atommeilern eine Kernschmelze: Es droht ein atomarer Super-GAU.

Das Erdbeben in Japan hatte die Stärke 8,9 erreicht, der daraus entstandene Tsunami überflutete die Küste komplett. Die Zahl der Toten und Verletzten steigt derweil immer weiter an. Die Polizei berichtet am Samstagmittag (Ortszeit), dass es bis jetzt etwa 1400 Todesopfer und Vermisste gebe. Demnach starben mindestens 613 Menschen in den vom Erdbeben und Tsunami betroffenen Regionen im Norden und Osten Japans. Die Zahl der Verletzten gab die Polizei mit 1128 an, 784 Menschen werden vermisst.

Bild von mikearther

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