Japan: Aktuelle Lage im Akw Fukushima schlimmer als angenommen

Offenbar ist die aktuelle Lage im Kernkraftwerk Fukushima schlimmer als bisher angenommen. Am Dienstag erklärte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Tepco, dass eine Kernschmelze wie in Reaktor 1 auch in den Reaktoren 2 und 3 „sehr wahrscheinlich“ sei. Tepco hatte gestern neue Messwerte veröffentlicht.

Nach Angaben des Sprechers seien nun alle drei Reaktoren von einer möglichen Kernschmelze betroffen, die während des schweren Erdbebens und des folgenden Tsunamis in Betrieb waren. Der Unternehmenssprecher ergänzte, dass sie aber gekühlt werden und „stabil“ seien. Der Energiekonzern und die japanische Regierung hatten in den ersten Wochen nach der Naturkatastrophe stets nur von einer teilweisen Kernschmelze gesprochen. Damals sorgte der Ausfall der Kühlsysteme für eine Überhitzung der Reaktoren und löste damit die schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986 aus.

Arbeiter versuchen in dem Akw noch immer, die Strahlenlecks schließen zu können und dadurch die Kontrolle über Fukushima wiederzuerlangen. Aufgrund der Katastrophe vom 11. März fielen die Kühlsysteme in dem Komplex aus und die Reaktoren heizten sich aus diesem Grund auf.

Bild von Mad House Photography

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