Japan: Aktuell strahlt AKW Fukushima wie Tschernobyl

Japan hat die drohende Gefahr nach dem Störfall im AKW Fukushima aktuell auf die höchste internationale Stufe angehoben. Damit erreicht die Katastrophe dieselbe Kategorie wie Tschernobyl. Die Atomsicherheitsbehörde Nisa in Tokio bewertet den Störfall mit der höchstmöglichen Stufe 7. Das bedeutet, „schwerste Freisetzung: Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld“.

Ein Nisa-Sprecher erklärte, dass man diese Einstufung vorgenommen habe, da die Auswirkungen der Strahlungen umfassend seien, im Gemüse, in der Luft, in Leitungs- und Meerwasser. Dabei handele es sich um eine vorläufige Einordnung, denn eine endgültige Bewertung müsse die Internationale Atomenergiebehörde vornehmen. Die japanische Atomaufsichtsbehörde erklärte, dass die freigesetzten radioaktiven Materialien bislang zehn Prozent der von Tschernobyl betragen. Doch AKW-Betreiber Tepco befürchtet, dass das radioaktive Leck die in Tschernobyl freigesetzte Menge noch übertreffen könne. Japanische Medien berichten, dass die Strahlung überwiegend aus dem zweiten Reaktor stamme.

Indes bebte am Dienstag erneut die Erde in Japan. Vor der Küste der Provinz Chiba ließ ein Erdstoß der Stärke 6,7 auch die Häuser im Tokio schwanken. Schäden oder Verletzte sind derzeit noch nicht bekannt.

Bild von Samat Jain

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Comments

  1. Es ist an der Zeit, dass alle Vorstandsmitgieder der Betreibergesellschaft Tepko, alle am Bau der Atomkraftwerke in Fukuschima maßgeblich beteiligten Konstrukteure wenn nicht aus eigenem Antrieb, dann aus Zwang, ihre Verantwortung wahrnehmen und an vorderster Front die notwendigen Reparaturen selbst vornehmen. Wenn denn Verstrahlung unabwendbar ist, dann sind mir verstrahlte an der Katastrophe Verantwortliche lieber als verstrahlte unschuldige Feuerwehrleute und Techniker.

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