Japan: Aktuell plant Tepco offenbar auch aus Akw Fukushima 2 Wasser ins Meer zu leiten

Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht irgendeine Schreckensmeldung aus Fukushima bekannt wird. Nun droht auch aus einem zweiten Akw radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik zu fließen.

Nach Angaben der Atomaufsicht soll der Betreiber Tepco überlegen, das verstrahlte Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima 2 ins Meer zu leiten. Die Atomanlage Daini liegt ca. zwölf Kilometer von Fukushima 1 (Daiichi) entfernt. Schätzungen zufolge gehe es um eine Menge von rund 3000 Tonnen leicht verstrahltes Wasser, berichten japanischen Medien. Fukushima 2 war zwar nach dem Beben vom 11. März und dem folgenden Tsunami heruntergefahren worden. Allerdings habe der Tsunami Seewasser in die Anlage gespült. Dieses sei mittlerweile kontaminiert.

Durch die Naturkatastrophen waren in den Reaktorgebäuden von Fukushima 1 die Kühlsysteme ausgefallen. Tepco hatte Arbeiter tonnenweise Wasser auf die Anlage sprühen lassen, um die Brennstäbe wenigstens von außen weiter kühlen zu können. Nach Angaben von Tepco befindet sich im zerstörten Akw Fukushima 1 mehr als 100.000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser. Angesichts der nahenden Regenzeit befürchtet man, dass die verstrahlte Flüssigkeit überlaufen könnte. Zu den Millionen Litern Wasser haben starke Regenfälle das verseuchte Wasser weiter steigen lassen.

Bild von cudmore

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