Japan: Aktuell muss Tepco Rückschlag bei Reinigung von Wasser in Fukushima‎ hinnehmen

Die besorgniserregenden Nachrichten aus Japan um das Akw Fukushima nehmen kein Ende. Denn der Betreiber des japanischen Atomkraftwerks, Tepco, musste aktuell bei der Reinigung von hoch radioaktiv verseuchtem Wasser einen Rückschlag hinnehmen.

Am Freitagabend zeigten sich nur fünf Stunden nachdem in Reaktor 1 eine Wasserwiederaufbereitungsanlage zum Einsatz kam, womöglich wegen einer höheren als der erwarteten Strahlenbelastung, erste Schäden an dem System. Ein Tepco-Vertreter teilte mit, dass ein Teil der Anlage bereits kurz nach Mitternacht die Grenzen seiner Kapazität erreicht habe und ausgetauscht werden müsse. Eigentlich hatte Tepco damit gerechnet, dass man mindestens einen Monat lang mit diesem Teil arbeiten kann. Vor Journalisten erklärte ein Vertreter der Betreibergesellschaft, dass man aktuell der Ursache auf den Grund gehe. Als Grund für das Problem geht Tepco davon aus, dass stark verseuchter Dreck in die Wasserwiederaufbereitungsanlage eingedrungen ist und sie verschmutzt hat. Derzeit ist noch nicht klar, wann die Arbeiten fortgesetzt werden können.

Die Anlage, die mit französischer und US-Technologie errichtet wurde, soll mehr als 100.000 Tonnen Wasser von Cäsium und anderen radioaktiven Materialien sowie Öl und Meersalz befreien. Dieses wurde nach der Katastrophe zur Kühlung der Reaktoren eingesetzt. Die aufbereitete Flüssigkeit soll dann wieder zur Kühlung verwendet werden.

Bild von cudmore

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