Japan: Aktuell leitet Tepco weiter radioaktives Wasser ins Meer – Leck an Reaktor 2 aber abgedichtet

Dem Einsatzteam am AKW Fukushima 1 ist es nach zahlreichen gescheiterten Versuchen gelungen, im Kernkraftwerk einen Riss in der Betonwand eines Kabelschachtes zu schließen. Wie der Betreiber des havarierten AKW Tepco mitteilte, konnte die Leitung des Reaktors 2 mit dem Flüssigglas Silicats abgedichtet werden.

„Die Arbeiter haben um 5:38 Uhr bestätigt, dass kein Wasser mehr aus dem Graben ausläuft“, so Tepco. Allerdings kann aktuell noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden, so Regierungssprecher Yukio Edano. Derzeit werde weiterhin geprüft, ob an der kritischen Stelle kein kontaminiertes Wasser mehr austritt. Zudem soll überprüft werden, ob es weitere Lecks an der Anlage gebe.

Auch nach der Abdichtung des Lecks leitet man weiter kontaminiertes Wasser ins Meer. Nach Angaben von Tepco sei das nötig, um Platz für das hochgradig verseuchte Wasser aus anderen Bereichen zu schaffen. Der Betreiber des AKW überlegt, um die Gefahr eines neuen Lecks zu minimieren, die Abwässerzugänge mit Stahlplatten zu versperren. Zudem zieht man in Erwägung Barrieren im Meer zu spannen, wie sie sonst bei Öllecks benutzt werden. Nach Angaben von Tepco spielt die Überlegung, Stickstoff in mehrere beschädigte Reaktoren einzusprühen, ebenfalls eine Rolle. Dadurch soll verhindert werden, dass Wasserstoffexplosionen auftreten.

Bild von vue3d

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