Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss schwere Wahlschlappe einstecken

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine Mitte-Rechts-Regierung mussten eine schwere Schlappe einstecken: Die Kandidaten der Partei Volk der Freiheit (PdL) unterlagen bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Mailand und Neapel.

Demnach entfielen nach der Auszählung am Montag bei der Stichwahl um die Wirtschaftsmetropole Mailand 55,1 Prozent auf den linken Herausforderer Giuliano Pisapia. Die bisher amtierende Bürgermeisterin Letizia Moratti, Berlusconis Kandidatin, kam auf 44,9 Prozent. Bereits vor zwei Wochen hatte Moratti nach der ersten Runde der Bürgermeisterwahlen klar hinten gelegen. In Neapel, der drittgrößten Metropole Italiens, siegte die Linke noch deutlicher. Berlusconi hatte gehofft, der Linken nach 18 Jahren zumindest die kampanische Hauptstadt entreißen zu können. Doch Luigi Di Magistris, der linke Kandidat von der Anti-Korruptionspartei IDV, setzte sich mit 65,4 Prozent durch. Vor zwei Wochen hatte Berlusconis Kandidat Gianni Lettieri in der ersten Runde noch vorne gelegen.

Nur etwa 60 Prozent der gut sechseinhalb Millionen Wahlberechtigten nahmen an den Stichwahlen in 88 Städten und Gemeinden sowie in einer Reihe von Provinzen teil. Vor zwei Wochen waren es noch 68,6 Prozent gewesen.

Bild von torre.elena

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