Inflationsrate steigt auf 2,0 Prozent

Die Inflationsrate ist erstmals seit zwei Jahren auf die Marke von zwei Prozent geklettert und hat damit die Zentralbank vermutlich in Alarmbereitschaft versetzt. Die steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise im Januar haben die deutsche Inflationsrate auf diese Marke ansteigen lassen. Die erste Schätzung von 1,9 Prozent korrigierte das Statistische Bundesamt nach oben. Im Oktober 2008 hatte es zuletzt einen stärkeren Anstieg gegeben. Damals waren es 2,4 Prozent. Im Dezember lag der Wert noch bei 1,7 Prozent.

Heizöl und Kraftstoffe, Obst und Gemüse waren erneut die Preistreiber. Zudem haben zahlreiche Versorger die Strompreise angehoben. Auch an der Europäische Zentralbank (EZB) dürften diese Zahlen nicht spurlos vorbeigehen. Denn nur bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent wird von stabilen Preisen gesprochen. Im gesamten Euro-Raum lag die Inflationsrate im Januar bei 2,4 Prozent und damit deutlich über dieser Schwelle.

Ihren Leitzins hält die EZB seit rund zwei Jahren bei einem Prozent. Sollte sie diesen anheben, werden Kredite für Verbraucher und Unternehmen teurer. Das wiederum könnte die Nachfrage und damit den Preisauftrieb dämpfen. Der Nachteil an dieser Maßnahme wäre, dass man damit die schwache Konjunktur in Euro-Krisenstaaten wie Griechenland, Irland und Spanien aller Voraussicht nach vollends zunichtemachen würde.

Bild von wfabry

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