Inflation: Preise steigen bedrohlich an

Im April stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Daten mitteilte, lag die Teuerung im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,4 Prozent. Die Preise legten binnen der Monatsfrist um 0,3 Prozent zu. Demnach habe die Inflation zuletzt im Oktober 2008 auf einem derartigen Niveau gelegen. Nur bis zu einem Wert von 2,0 Prozent spricht die Europäische Zentralbank (EZB) von Preisstabilität.

Nach Angaben der Statistiker waren die stark steigenden Energiepreise Auslöser für die höheren Lebenshaltungskosten. Besonders die Preise für Kraftstoffe und für leichtes Heizöl haben im Vergleich zum Vormonat angezogen. Die EZB hatte darauf reagiert und den Leitzins minimal auf 1,25 Prozent erhöht. In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, stiegen die Verbraucherpreise um 2,5 Prozent. Innerhalb eines Jahres stiegen die Preise für Heizöl um 26,4 Prozent. Billiger waren hingegen Frischgemüse (- 13,8 Prozent) und Telefone (- 8,9 Prozent).

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland, der für den europäischen Vergleich berechnet wird, stieg dem Bericht zufolge im Jahresvergleich um 2,6 Prozent. Demnach stieg der Index im März diesen Jahres um 0,2 Prozent.

Bild von Miala

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