Ifo-Geschäftsklimaindex: Katastrophe in Japan dämpft Optimismus in Chefetagen leicht

Die Katastrophe in Japan hat nun scheinbar auch die deutsche Wirtschaft erreicht. Denn zum ersten Mal seit fast einem Jahr sinkt der Ifo-Index leicht. Zwar sind die Unternehmen aktuell noch sehr zufrieden, doch blicken sie skeptischer in die Zukunft.

Das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) teilte am Freitag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mit, dass der Index von 111,3 auf 111,1 Zähler gesunken sei. Es ist ein leichter Dämpfer für die deutsche Aufschwungeuphorie und der erste Rückgang seit Mai 2010. Das Konjunkturbarometer hatte im Februar den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Der kleine Rückschlag ergibt sich offenbar aus einem etwas pessimistischeren Blick auf das Geschäft im kommenden halben Jahr. Von 107,9 auf 106,5 Punkte sank die sogenannte Erwartungskomponente. Gestiegen ist allerdings die Bewertung der aktuellen Lage von 114,8 auf 115,8 Zähler.

Vor allem das Erdbeben und der Reaktorunfall in Japan scheinen offenbar die Stimmung verschlechtert zu haben. Denn rund die Hälfte der Antworten für den Index trafen erst nach dem Reaktorunfall am AKW Fukushima ein.

Bild von nevrdull

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen