ICANN beschließt beliebige Top-Level-Domains

Am Montag hat die internationale Organisation zur Verwaltung von Internetdomains (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers, kurz ICANN) die Zulassung spezieller Endungen für Firmenadressen beschlossen. Die ICANN stimmte einem entsprechenden Vorschlag mit großer Mehrheit zu. Das berichten zahlreiche Medien übereinstimmend, darunter unter anderem der „Focus“.

Dabei setzte man sich über Befürchtungen hinweg, die neuen Domains könnten das System der Namensgebung im Internet durcheinander bringen. Unternehmen und Organisationen können sich nun nach dem beschlossenen Verfahren vom 12. Januar 2012 bis 12. April 2012 bei der ICANN um die Zuteilung neuer TLDs wie .music, .green, .africa oder beispielsweise .london bewerben. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bevor die neuen Endungen dann eingetragen werden. Denn die ICANN will sich eigenen Angaben zufolge bis November 2012 für die Evaluierung Zeit nehmen.

„Das ist die umfangreichste Änderung bei den Domainnamen seit der Einführung von „.com“ vor 26 Jahren“, kommentierte Theo Hnarakis, Chef eines Internetdienstleisters im US-Bundesstaat Kalifornien, die Entscheidung gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Seiner Meinung nach könnten gerade große Unternehmen mit einem Hauptaugenmerk auf eine Kundenbindung „Wettbewerbsvorteile“ aus den neuen Internetadressen ziehen. Er warnte aber auch davor, dass die Vergabe der Domains nicht so einfach gestaltet werden solle wie die Registrierung einer „.com“-Endung.

Bild von kieren mccarthy

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