Griechenlands Kreditwürdigkeit wird herabgestuft

Griechenland muss den nächsten Schlag verkraften. Denn die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit dramatisch herabgesetzt. Die Herabstufung des stark verschuldeten Mittelmeerstaats rückt dem D-Status näher.

Standard & Poor’s teilte am Montag in einer Erklärung mit, dass man die Bewertung um drei Stufen von B auf CCC gesenkt habe. Damit rückt D immer näher. Hier würde Zahlungs- und Kreditausfall festgestellt werden, Griechenland wäre pleite. Mit der weiter gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer Umschuldung, bei der Gläubiger aller Voraussicht nach auf einen Teil ihres Geldes verzichten müssen, begründete die Ratingagentur ihre Entscheidung. S&P erklärte weiter, dass die langfristige Perspektive negativ sei. Demnach werde sich Athen 2012 und „wahrscheinlich“ auch später nicht selbst Geld an den Finanzmärkten leihen können.

Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds hatten Griechenland im vergangenen Jahr Notkredite in einer Höhe von rund 110 Milliarden Euro zugesagt, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Die Regierung in Athen verpflichtete sich im Gegenzug zu einem harten Sparkurs.

Bild von wfabry

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