Gericht erkennt Berufskrankheit durch Computerarbeit an

Das Verwaltungsgericht Aachen hat eine Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit anerkannt. Am Donnerstag gab das Gericht einer Finanzbeamtin Recht, die dauerhaft an einem PC arbeitete. Dies erklärte das Aachener Verwaltungsgericht in einer Pressemitteilung.

Demnach war die intensive Arbeit mit Maus und Tastatur die Ursache für ihre chronische Sehnenscheidenentzündung (Aktenzeichen 1K 1203/09). Das Gericht teilte mit, dass das beklagte Land Nordrhein-Westfalen den Zusammenhang bestritten habe. Demnach konnte das Land NRW nicht feststellen, dass Angestellte, die im Wesentlichen an einem PC arbeiten, dem besonderen Risiko einer Sehnenscheidenentzündung unterliegen. Zur Klärung hatte das Gericht ein arbeitsmedizinisches Gutachten von einem Universitätsprofessor erstellen lassen. Dieser erkannte die Verbindung zwischen der Tätigkeit der Beamtin am PC und ihrer Erkrankung.

Aufgrund der Anerkennung ihrer Krankheit als Berufskrankheit hat die Klägerin nun Anspruch auf sogenannte Unfallfürsorgeleistungen. Im Einzelfall könnte dies einer Pressemitteilung zufolge ein höheres Ruhegehalt, die Erstattung von Sachschäden oder besondere Kosten der Heilbehandlung umfassen. Nun kann ein Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil gestellt werden. Darüber hätte dann das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zu entscheiden.

Bild von elephanteum

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen