GDL ruft erneut zum Bahnstreik auf – Lokführer legen 48 Stunden die Arbeit nieder

Reisende und vor allem Pendler bei Privatbahnen müssen sich in den nächsten beiden Tagen auf Behinderungen und Ausfälle im regionalen Zugverkehr einstellen. Denn die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder zu einem 48 Stunden andauernden Streik aufgefordert. Die Arbeitsniederlegungen begannen heute Nacht um 2 Uhr und dauern bis zum Samstag um 2 Uhr morgens an.

Betroffen von dem Ausstand sind insgesamt 20 regionale Schienenverkehrsunternehmen. Darunter befinden sich auch die fünf großen Bahnkonkurrenten Abellio, Netinera, Benex, Veolia und die Hessische Landesbahn sowie deren Töchter. Die Deutsche Bahn bleibt ebenso verschont wie der Mitkonkurrent Helios. Seit Mitte Februar ist es bereits der sechste Streik in den laufenden Tarifverhandlungen. GDL-Chef Claus Weselsky forderte die Unternehmen auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren: „Die Verschärfung des Konflikts auf dem Rücken der Lokomotivführer und die Ignoranz gegenüber den Fahrgästen ist keine erfolgreiche Strategie zur Beseitigung des Tarifkonflikts”, so der GDL-Chef laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die GDL kämpft neben Einkommensverbesserungen auch für einen bundesweiten Rahmentarifvertrag, der allen 26.000 Lokführern in der Bundesrepublik ähnliche Tarifstandards wie bei der Deutschen Bahn sichern soll.

Bild von weisserstier

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