GDL: Bahnstreik bei den Privatbahnen

Diese Woche beginnt für viele Pendler mit einem Déjà-vu, denn die Gewerkschaft der Lokführer streikt erneut. Die Fahrgäste sind aber nicht alle im gleichen Maß betroffen. Denn im Gegensatz zu den bisherigen Streiks der GDL sind dieses Mal nur die Privatbahn betroffen. An dieser Aktion beteiligen sich rund 150 Lokführer privater Bahnen. Claus Weselsky, Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, erklärte, dass insgesamt 26 Unternehmen betroffen seien. Um 2:30 Uhr begann die Arbeitsniederlegung und soll 24 Stunden andauern.

Die GDL fordert einheitliche Standards für alle Lokführer. Betroffen sind nach Angaben der Lokführer-Gewerkschaft die Unternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn sowie deren Tochtergesellschaften. Schwerpunkt ist nach Angaben der GDL Norddeutschland. Nicht bestreikt wird der Fernverkehr und die Deutsche Bahn selbst.

„Die Sturheit der Arbeitgeber führt dazu, dass der Tarifkonflikt erneut auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden muss“, so Weselsky. „Wir hoffen auch weiterhin auf das Verständnis der Reisenden. Die Arbeitgeber lassen uns keine andere Wahl, als das Ziel gleicher Lohn für gleiche Arbeit mit einem Streik durchzusetzen.“ Die GDL hat mit den privaten Schienengüterverkehrsunternehmen den Rahmentarifvertrag für Lokomotivführer (BuRa-LfTV) bereits abgeschlossen, mit der Deutschen Bahn wird gerade verhandelt. Die G6 verweigern immer noch die Verhandlungen zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen.

Bild von Wimox

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