Galileo: Erste Satelliten starten im Oktober

Nun ist es endlich soweit: Am 20. Oktober will Europa mit mehreren Jahren Verspätung die ersten beiden Galileo-Satelliten in eine Erdumlaufbahn schicken. Das gab die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Arianespace und die EU-Kommission am Montag bekannt.

Dies geschieht mit einer russischen Sojus-Rakete. In der Vergangenheit hatte das Prestigeprojekt der EU immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Nicht nur, weil es im Zeitplan weit hinterher hinkt, sondern vor allem weil es deutlich teurer wird. Das Galileo-System wird erst dann voll einsatzfähig sein, wenn 30 Satelliten im All installiert sind. „Dieser Start wird ein Paradebeispiel der europäischen und internationalen Zusammenarbeit sein“, erklärte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain auf der Homepage der „ESA“. „Zum einen, weil damit die ersten operationellen Galileo-Satelliten als Ergebnis des Gemeinschaftsvorhabens zwischen EU und ESA auf ihre Umlaufbahnen gebracht werden, zum anderen weil dies gleichzeitig der Jungfernflug der Sojus vom CSG aus sein wird, der im Rahmen eines in Zusammenarbeit zwischen der ESA und Russland durchgeführten Programms möglich gemacht wird.“

Arianespace-Vorstandsvorsitzender Jean-Yves Le Gall fügte hinzu: „Mit diesem Start beginnt außerdem ein neues Kapitel unserer Unternehmensgeschichte, da wir vom Raumfahrtzentrum Guayana aus nun auch die Sojus einsetzen“. Le Gall erklärte weiter, dass man aus diesem Grund „ noch besser als bisher die volle Palette an Startdiensten anbieten“ kann, „die von unseren Kunden auf dem gesamten Globus erwartet wird.“ Die ersten beiden funktionstüchtigen Satelliten sollen also nun am 20. Oktober vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana aus in eine Höhe von 23.600 Kilometern gebracht werden.

Bild von 13stock

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