Gaddafi: Schweiz sperrt Libyens Diktator die Konten

In Libyen herrscht immer noch das Chaos. Auf den Straßen halten die Kämpfe zwischen den Regimegegnern und Machthaber Muammar al-Gaddafis Armee weiter an. Gerüchten zufolge soll Libyens Diktator seine Söldner und verbliebene loyale Truppen auf das Volk gehetzt haben. Bereits vor ein paar Tagen erklärte er seinen Landsleuten in einer Fernsehansprache öffentlich den Krieg. Menschenrechtler fürchten, dass er bisher 2000 Regimegegner töten ließ. Immer mehr Menschen verlassen fluchtartig das Land.

Die Schweiz reagiert nun auf die Unruhen in Libyen und sperrt mit sofortiger Wirkung die Konten und Vermögenswerte von Gaddafi. Das teilte die Regierung am Donnerstag mit. Ob und wie viel Geld der Diktator und seine Familie in der Schweiz angelegt haben, blieb zunächst unklar. Das libysche Außenministerium erklärte in der Vergangenheit, dass es im Ausland keine Bankkonten Gaddafis gebe.

Indes setzt Gaddafi weiter auf militärische Gewalt, um die Proteste in „seinem“ Land zu stoppen. Die Truppen des Diktators griffen gestern im Osten die Rebellen in der Stadt Misrata an. Dabei soll es erneut zu Toten gekommen sein. Weite Teile Ost-Libyens sollen die Regimegegner mittlerweile kontrollieren, darunter auch die Hafenstadt Bengasi. In einer TV-Ansprache machte Gaddafi al-Qaida und deren Chef Osama Bin Laden für die Rebellion verantwortlich. Wegen der Unruhen ist auch der Ölpreis stark gestiegen.

Bild von Πρωθυπουργός της Ελλάδας

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