G20: Finanzminister haben sich auf Kriterien geeinigt

Bei den Beratungen der großen Industrie- und Schwellenländer ist ein Durchbruch gelungen. Die G20-Finanzminister haben sich auf Kriterien geeinigt, nach denen künftig die Ungleichgewichte zwischen den Wirtschaftsnationen gemessen werden sollen. Es wäre ein wichtiger Schritt für die Weltwirtschaft.

Bei ihrem Treffen in Paris einigten sich die Finanzminister und Notenbankchefs auf einige Indikatoren. Diese werden offenbar den Schuldenstand plus Haushaltsdefizit eines Landes umfassen. Auch die jeweilige private Sparquote, die realen Wechselkurse sowie die Handels- und Leistungsbilanz sollen berücksichtigt werden. Die Währungsreserven, vor allem China wehrte sich gegen diesen Punkt, sollen zunächst kein eigenes Kriterium mehr sein.

Durch die Messung der Indikatoren will die G20 die großen Wirtschaftsungleichgewichte in der Welt abbauen. So soll eine Grundlage für ein ausgewogeneres nachhaltiges Wachstum in der Welt geschaffen werden. Nach dem Stillstand von Seoul wurde von dem ersten Finanzministertreffen der G20 unter französischer Präsidentschaft kein Fortschritt erwartet. Vor allem Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy will in diesem Jahr mit seiner G-20-Präsidentschaft eine weitreichende Reform der Weltwirtschaft einleiten.

Bild von MEDEF

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