Fukushima: Strontium im Grundwasser gefunden

Rund drei Monate nach dem Unglück nimmt die radioaktive Verstrahlung in Japan aktuell durch die Atomruine Fukushima wieder zu. Wie die Atomaufsichtsbehörde mitteilte, wurde nun erstmals auch im Grundwasser radioaktives Strontium entdeckt.

Man habe die Strahlung bei den beschädigten Reaktoren 1 und 2 gemessen. Zudem habe man auch nahe der Meerwasseraufnahme des Akw Fukushima radioaktives Strontium gefunden. Dabei lag die Konzentration bis zum 240-Fachen über der erlaubten Höchstgrenze, hieß es weiter. Bei Strontium sprechen viele Wissenschaftler von einem „Knochenkiller“, denn es schädige das Knochenmark und könne Leukämie auslösen.

Die Arbeiter im Akw Fukushima I sind weiterhin starker radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Dabei wurden japanischen Medien zufolge sechs von ihnen einer Strahlenmenge ausgesetzt, die um mehr als das Doppelte über dem erlaubten Grenzwert von 250 Millisievert liegt. Neben zwei anderen Kollegen, die ebenfalls eine Überdosis abbekamen, gehören sie zu den knapp 3700 Arbeitern, die im März zu Reparaturarbeiten in Fukushima im Einsatz waren. Tepco, der Betreiber des havarierten Akw, teilte der Regierung bislang die vorläufigen Messergebnisse von rund 2400 Arbeitern mit, wie japanische Medien weiter berichten.

Bild von Samat Jain

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