Frankreichs früherer Staatschef Jacques Chirac steht ab heute vor Gericht

Ab heute steht Frankreichs früherer Staatschef Jacques Chirac in Paris vor Gericht. Wegen Veruntreuung und Unterschlagung öffentlicher Gelder muss sich der Ex-Präsident verantworten. Die Vorwürfe gegen Chirac gehen auf seine Amtszeit als Bürgermeister von Paris in den Jahren 1977 bis 1995 zurück. Chirac war zu jener Zeit auch Vorsitzender der damaligen neo-gaullistischen Partei RPR.

Der Altpräsident soll zu jener Zeit Scheinarbeitsverträge von RPR-Mitarbeitern zulasten der Pariser Stadtkasse gedeckt haben. Dabei soll er seine Ämter dazu genutzt haben, Politiker und Freunde auf die Gehaltsliste des Rathauses zu setzen, die allerdings für seine Partei gearbeitet hatten. Das wird ihm laut Anklage vorgeworfen.

Nunmehr seit rund 16 Jahren beschäftigt sich die Justiz mit der Affäre um Chirac. Erst nach dem Ausscheiden des Altpräsidenten konnte ein Verfahren gegen ihn eingeleitet werden. Grund hierfür ist seine präsidentielle Immunität. Chirac könnte dem Gesetz nach eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren drohen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass der alternde Ex-Präsident verurteilt wird.

Bild von World Economic Forum

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