Fitch stuft Portugals Kreditwürdigkeit massiv herab

Nach dem Rücktritt des Premiers und dem gescheiterten Sparprogramm trifft Portugal nun die Herabstufung durch die Rating-Agentur Fitch. Die Kreditwürdigkeit des Landes wurde um zwei Noten abgestuft. Dabei wurde diese von bisher „A+“ in „A-“ reduziert. Das teilte Fitch mit. Zudem bleibe der Ausblick für die Kreditwürdigkeit negativ. Portugal droht also eine weitere Herabstufung.

In der Begründung hieß es, das am Mittwoch im Parlament gescheiterte Sparpaket sowie der Rücktritt von Ministerpräsident José Sócrates habe zu diesem Ergebnis geführt. Zudem sei die Sanierung der Staatsfinanzen nun noch stärker gefährdet. Schon die beiden anderen großen Rating-Agenturen Moody’s und Standard & Poor’s hatten ihre Noten vor dem Regierungsrücktritt auf ein ähnliches Niveau reduziert.

Daher werden nun die Diskussionen lauter, ob und wann Portugal Milliardenhilfen benötigen wird. Am Donnerstag riefen die EU-Partner das ärmste Land Westeuropas vor Beginn des Gipfels dazu auf, das harte Sparprogramm weiter durchzuhalten. Dabei rückte das eigentliche Thema, ein Paket zu Absicherung des Euros, zunächst in den Hintergrund.

Bild von José Goulão

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