Fettpressen – Perfekte Schmierung

Um in verschiedenen Bereichen der Industrie sowie bei Kraftfahrzeugen die Langlebigkeit von Komponenten und Aggregaten zu gewährleisten, ist gute Schmierung ein absolutes Muss. Zum einen kommt es da auf die Wahl des richtigen Schmierstoffes an und zum anderen ist es notwendig die entsprechenden Füllmengen zu den festgelegten Schmierzyklen zu gewährleisten. Normalerweise liefert der Hersteller einer Maschine, eines Aggregates oder eines Autos die obigen Angaben in einem Wartungshandbuch mit. Oft ist es aber z.B. gar nicht so einfach das entsprechende Fett in einen kleinem Gebinde zu bekommen. Hat man dieses allerdings geschafft, muss das Fett noch über Schmiernippel in der entsprechenden Dosierung in die Maschine eingebracht werden. Dazu muss man sich auf dem Markt nach einer geeigneten Fettpresse umsehen. Man findet kleine Stoßfettpressen, oder Handhebelfettpressen und des Weiteren auch elektrische Fettpressen (diese geben auf Knopfdruck eine genau dosierte Menge ab). Die Funktion der Stoßfettpressen ist sehr einfach. Durch den Druck auf das Schmierrohr der Fettpresse erhöht sich der Innendruck der Presse. Durch das dadurch am Mundstück austretende Fett, wird der Überdruck abgebaut. Bei den Handhebelfettpressen funktioniert das ähnlich, nur der Druck ist durch die Hebelkraft höher. Hat man dann alles beisammen, sollte man überprüfen, ob das mit der Fettpresse mitgelieferte Mundstück auch auf den Schmiernippel der zu schmierenden Maschine passt. Falls das nicht der Fall ist, findet man sich in einem Gewimmel an angebotenen Schmiernippeln wieder. Eine mögliche Abhilfe um das Problem zu lösen, ist der Austausch des Schmiernippels an der Maschine gegen einen herkömmlichen Typen. Sollte dann der Schmiernippel endlich zum Mundstück der Fettpresse passen, kann es schon bald losgehen.

Einige Hersteller von Maschinen sehen Entlüftungsschrauben vor, aus denen das alte Fett austreten kann wenn es durch das über die Fettpresse eintretende Fett herausgedrückt wird. Andere Hersteller wiederum definieren die periodisch einzubringende Fettmenge ganz genau. Mehr Fett heißt da nicht unbedingt bessere Schmierung. Es könnten bei zuviel eingebrachtem Fett Wellendichtringe oder ähnliches beschädigt werden. Dementsprechend sollte man vor der ersten Schmierung einen Hub mit der vollen Fettpresse machen, und das dann ausgepresste Fett auf einer Waage wiegen. So kann man ganz leicht die Anzahl der Hübe festlegen, die man mit der entsprechenden Presse machen muss um die vorgegebene Füllmenge zu gewährleisten. Zurückzukommen auf die unterschiedlichen Fettpressentypen, ist wohl die Handhebelfettpresse die gebräuchlichste Presse. Ein Vorteil liegt darin, dass man mit einem Hub eine größere Menge Fett einbringen kann, als mit der Stoßfettpresse. Der Nachteil der elektrischen Fettpresse ist einfach der Preis. Da wo Fettpressen kontinuierlich im Einsatz, und exakte Fettfüllmengen notwendig sind, wird man sie wohl häufiger sehen. Ein weiterer Vorteil der Handhebelpresse ist die Befüllung. Die meisten Stoßfettpressen müssen von Hand befüllt werden, wohingegen die röhrenartigen Handhebelpresse mittels normaler 400g Kartuschen aufgefüllt werden können. Das ist eine saubere und komfortable Sache.

Handhebelfettpressen gibt es in verschiedenen Materialien. Von Kunststoffen über normales Blech bis hin zu Edelstahlpressen. Wenn das Fett über einen hohen Druck in eine Maschine eingebracht werden muss, bedarf es einer stabileren Version, da ansonsten am hinteren Schraubverschluss der Presse Fett austreten wird. Oder aber das Fettpressengehäuse beginnt zu reißen. Beides kann dann zu einer schmierigen Angelegenheit werden.

Ebenso wie Schmierfette werden eine Unmenge an weiteren Produkte aus Rohöl hergestellt.

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