FDP sucht Westerwelle-Nachfolger – Rösler scheinbar Favorit

Nach zehn Jahren an der Parteispitze tritt Guido Westerwelle als FDP-Chef ab. „Ich werde mich auf dem kommenden Bundesparteitag nicht erneut bewerben“, so der 49-Jährige am gestrigen Abend. Allerdings will Westerwelle sein Amt als Außenminister weiter behalten.

Als aussichtsreichster Nachfolger von Westerwelle gilt Philipp Rösler. Innerhalb der Partei genießt der Gesundheitsminister eine große Zustimmung. Neben Rösler werden auch NRW-FDP-Chef Daniel Bahr und vor allen Dingen FDP-Generalsekretär Christian Lindner als Kandidaten gehandelt. Alle drei kennen sich seit Jahren und sollen in Zukunft stärker in die Pflicht genommen werden. Das FDP-Präsidium will am heutigen Montag über den künftigen Chef beraten. In einer vorgezogenen Sitzung sollen dann bereits morgen Bundesvorstand und Landeschef endgültig entscheiden, wie es bei den Liberalen weitergeht. Mittlerweile scheint es auch im Bereich des Möglichen, dass Westerwelle nicht mehr Vizekanzler sein will. Demnach soll der nächste Parteivorsitzende, wenn er dem Kabinett angehört, auch Vizekanzler werden. Um 12 Uhr wird Westerwelle vor die Presse treten.

Auf die Neuen wartet eine harte Aufgabe. Denn auch wenn Westerwelle die verheerenden Wahlniederlagen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg angekreidet werden, schaffte er bei der Bundestagswahl 2009 mit 14,6 Prozent das beste Ergebnis aller Zeiten.

Bild von Υπουργείο Εξωτερικών

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