FC Bayern: Fan-Aufstand gegen Uli Hoeneß erregt die Gemüter

Während es für den FC Bayern München nach dem 1:0-Sieg am Samstag vor eigener Kulisse gegen Borussia Mönchengladbach sportlich weiter bergauf geht, beschäftigt ein Fan-Aufstand des eigenen Anhangs die Verantwortlichen des Vereins.

Während der Partie hissten die Fans des deutschen Rekordmeisters Wut-Spruchbänder. Scheinbar war es eine akribisch geplante Aktion gegen Präsident Uli Hoeneß. Mit Sprüchen wie „Wer den ‚Blauen‘ Millionen zuschiebt, hat unser Vertrauen nicht verdient. Hoeneß, du Lügner“ oder „TSV + Uli H. Restlaufzeit verkürzen“ schoss man von der Südtribüne aus gegen das derzeitige Feindbild. „Eine Schande für den FC Bayern, wie sich Teile der Fans verhalten haben gegen einen Mann, der in den letzten 30 Jahren nichts anderes im Kopf und im Herzen gehabt hat als den FC Bayern“, so Sportdirektor Christian Nerlinger gegenüber der „Bild“. „Jetzt wurde eine Grenze überschritten. Das war unter der Gürtellinie“. Franz Beckenbauer meint gegenüber dem Blatt: „So kann man nicht mit Uli Hoeneß umgehen, der Bayern seit Jahrzehnten auf Erfolgskurs hält. Das darf sich der Verein nicht gefallen lassen!“ Hoeneß indes schweigt zu der Fan-Aktion.

Ein Teil der Fans hält dem Präsidenten vor, dass man zum wiederholten Mal den Stadtrivalen vor der Pleite gerettet habe. Vor allem Hoeneß wird vorgeworfen, dass er sein Wort von der Mitgliederversammlung des vergangenen Jahres gebrochen habe, „keine Cent mehr in den TSV 1860 zu stecken“. Zudem lehnt der Anhang eine Verpflichtung von Nationaltorwart Manuel Neuer ab. Demnach möchte man das Eigengewächs Thomas Kraft auch in Zukunft im Tor des deutschen Rekordmeisters sehen. Doch der Wechsel des 25-jährigen Neuers scheint immer näher zu rücken. Schon nach dem Pokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04 protestierte der eigene Anhang gegen den Torwart. Im Anschluss entschuldigte sich Hoeneß bei Neuer.

Bild von gogg

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