Fall Mirco aus Grefrath: Beruflicher Frust war nicht Tatmotiv von Olaf. H

Nach der Festnahme von Olaf H. schien der Fall Mirco schnell geklärt werden zu können. Nach fünf Monaten konnte die Soko Mirco den 45-Jährigen unlängst festnehmen. Olaf H. erklärte, dass er aufgrund von Druck im Beruf den Jungen getötet habe. Nach einem Telefonat mit seinem Vorgesetzten sei er durch die Gegend gefahren und habe sich dabei Mirco gegriffen.

Doch das angebliche Tatmotiv des Verdächtigen Olaf H. hat sich „nachweislich als falsch erwiesen“. Die Polizei Mönchengladbach gab das am Sonntag bekannt. Ermittler überprüfen jetzt, ob der 45-Jährige in weitere Todesfälle von Kindern verwickelt ist. Olaf H. hatte zunächst erklärt, ein Anruf seines Vorgesetzten habe ihn so in Rage versetzt, dass er mit der Tat an Mirco Druck und Frust habe ablassen wollen. „Überprüfungen und Vernehmungen im Arbeitsumfeld des Schwalmtalers“ haben nach Angaben der Polizei ergeben, dass ein solches Telefongespräch nicht stattfand. „Der angegebene Vorgesetzte war zu der Zeit in Urlaub“, teilten die Ermittler mit. „Angaben des Tatverdächtigen zu den Tatumständen variierten mehrfach, sodass ein genaueres Bild frühestens nach einer eingehenden psychologischen Untersuchung möglich sein wird“, erklärt die Polizei weiter.

Die „Bild am Sonntag“ hat indes berichtet, dass Olaf H. seinem Anwalt Gerd Meister inzwischen ein ganz anderes Tatmotiv erzählt hat. „Mein Mandant hat mir anvertraut, dass er selber als Kind sexuell missbraucht worden sei“, so sein Verteidiger.

Bild von twicepix

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