Fall Karsten aus Plauen: Die gesprochenen Urteile sind nicht rechtskräftig

Die im Fall Karsten gesprochenen Urteile sind nicht rechtskräftig. Sowohl die 32-jährige Mutter des zu Tode gequälten Zweijährigen als auch ihr ehemaliger Lebensgefährte haben Revision eingelegt. Das verkündetet ein Sprecher des Landgerichtes.

In nächster Instanz wird der Bundesgerichtshof in Leipzig sich um den Fall kümmern müssen. Die Mutter war am vergangenen Montag zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, ihr damaliger Partner erhielt wegen Totschlags zwölf Jahre Gefängnis. Mit den Strafen war das Landgericht Zwickau über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Maß hinausgegangen.

Sowohl die Verteidiger der beiden Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft forderten in ihren abschließenden Plädoyers eine Verurteilung wegen Totschlags beziehungsweise Körperverletzung. Dabei wurde nicht davon ausgegangen, dass die Angeklagten den Zweijährigen vorsätzlich getötet hätten.

Die Eltern aus Plauen haben im Juli 2010 Karsten mehrere Tage lang geschlagen und misshandelt. Der Junge, der wohl in seiner Entwicklung etwas verzögert war, starb schließlich an einem Schütteltrauma, welches er durch Schlagen und heftiges Schütteln erlitten hatte.

Bild von astuecker

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen