EU rügt Energiepolitik – Deutschland unter Druck

Günther Oettinger, EU-Kommissar, verlangt offenbar von der Bundesregierung klare Worte zum Ausbau des Stromnetzes. Demnach reiche ein einfaches „Nein“ zur Kernenergie nicht aus. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ gerät die Bundesregierung wegen der von ihr angestrebten Energiewende auch innerhalb der Europäischen Union unter Druck.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger erwarte ein „klares Bekenntnis zum Ausbau der Netze“, verlautete es dem Blatt zufolge in Budapest aus Kommissionskreisen, unmittelbar bevor man sich zu Beratungen über den künftigen europäischen Energiemix traf. Demnach reiche es nicht aus zu sagen, man wolle keine Atomkraft mehr und dafür erneuerbare Energien. Das Blatt berichtet weiter, dass Berlin erklären müsse, aus welchen Quellen die Energien kommen und was sie kosten werden. Brüssel erwarte demnach „verbindliche finanzielle Zusagen“.

In Budapest legt Oettinger erstmals einen Entwurf für ein europäisches Energiekonzept 2050 vor. Darin schlägt der EU-Kommisar erneut vor, „saubere Energie“ lediglich dort zu fördern, wo es am günstigsten ist. Dieser Entwurf würde das Ende für das deutsche Umlagesystem bedeuten. In Europa findet der deutsche Atomausstieg derzeit kaum Nachahmer.

Bild von claaser

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen