Erster Dopingfall bei der Tour de France 2011

Die Tour de France hat ihren ersten Dopingfall. Bei Alexander Kolobnew, dem russischen Olympia-Dritten von 2008, ist in der A-Probe das Diuretikum Hydrochlorothiazid nachgewiesen worden. Das teilte der Radsport-Weltverband UCI am Montagabend mit.

Am späten Abend habe sich der Fahrer selbst bei der Polizei gemeldet und seinen Ausstieg aus der Tour beschlossen, wie sein Team mitteilte. Der 30-Jährige war zunächst nicht von der 98. Tour ausgeschlossen worden, da das Mittel nicht auf der Dopingliste der UCI steht. Aus diesem Grund kann in diesem Fall keine provisorische Sperre ausgesprochen werden. Die UCI machte aber in einem Statement deutlich, dass man zuversichtlich sei, dass das Team die notwendigen Schritte unternehme. Die positive Probe des Profis stammt aus einer Kontrolle vom 6. Juli und war im WADA-Labor in Chatenay-Malabry untersucht worden. Kolobnew hat nun vier Tage Zeit, um die Öffnung der B-Probe zu beantragen. Im Gesamtklassement liegt der Russe auf dem 69. Platz, 22:15 Minuten hinter Spitzenreiter Thomas Voeckler.

Hydrochlorothiazid wird häufig zur Maskierung von Doping-Substanzen benutzt. Das Strafmaß bei einem Nachweis reicht von einer Verwarnung bis zu einer zweijährigen Sperre.

Bild von Nick Traveller

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen