Energiewende: Bund und Länder vereinbaren stufenweisen Atom-Ausstieg

Offenbar hat sich die Mehrheit der SPD-regierten Bundesländer in den Verhandlungen mit der Bundesregierung über den Atomausstieg durchgesetzt. Denn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den von den Ländern geforderten Stufenplan für die Abschaltung der Akw bis 2022 akzeptiert. Demnach wird jedem Atomkraftwerk ein Enddatum zugeordnet.

So soll eine umfassende Abschaltung der neun noch laufenden Reaktoren in den Jahren 2021 und 2022 vermieden werden. Das erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten am gestrigen Freitag. Demnach wolle man nicht gegen die „versammelte Meinung der Länder agieren“, so Merkel. Zwischen 2015 und 2021/22 werden die Meiler vom Netz gehen. Die Atomkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim II werden 2021 abgeschaltet. Die bereits stillgelegten sieben ältesten Kernkraftwerke und der abgeschaltete Reaktor Krümmel sollen nicht wieder ans Netz gehen.

Offenbar gibt es aber noch Streit um die von der FDP geforderte Kaltreserve. So soll ein älteres Akw für den Fall von Stromengpässen als Sicherheitsreserve vorgehalten werden. Rainer Haseloff (CDU), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident, erklärte, dass man auf das Not-Akw verzichten könne, sollte es technisch möglich sein, diese Kaltreserve durch konventionelle Kohle- oder Gaskraftwerke zu ersetzen. Angela Merkel erklärte weiter: „Niemand möchte in Deutschland einen Blackout“. Aber man würde es trotzdem begrüßen, „wenn es gelänge, ohne dass eines der sieben Kraftwerke wieder ans Netz geht.“

Bild von World Economic Forum

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen