Elfenbeinküste: Lage spitzt sich weiter zu – schwere Kämpfe in Abidjan

Offenbar steht der monatelange Machtkampf in der Elfenbeinküste vor einer Entscheidung. Denn in Abidjan sollen die Truppen von Präsident Ouattara die Residenz von Ex-Staatschef Laurent Gbagbo angegriffen haben.

Am Freitagmorgen erklärte ein Sprecher des im November gewählten Präsidenten Alassane Ouattara gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN, dass es nur noch „Stunden, vielleicht Tage“ dauern werde, bis Laurent Gbagbo stürze. Demnach wolle die Armee nicht für Gbagbo kämpfen. Trotz der Wahlniederlage im November 2010 weigert sich der Ex-Staatschef, die Macht an Ouattara zu übergeben. Dabei geht Gbagbo seit Monaten mit Waffengewalt gegen seine Widersacher vor. Auch die rund 10.000 UN-Friedenssoldaten im Land werden attackiert.

Ouattaras Anhänger haben mittlerweile den weltweit größten Kakao-Exporthafen San Pedro eingenommen. Der US-Nachrichtensender berichtet weiter, dass die Regierung Ouattaras die Schließung aller Land-, Luft- und Seegrenzen des Landes angeordnet habe. Zudem wurde über Abidjan eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Ouattaras Truppen, die von der internationalen Staatengemeinschaft unterstützten werden, haben bereits die Hauptstadt Yamoussoukro eingenommen. Die Kontrolle über den Flughafen Abidjans, der größten Stadt der Elfenbeinküste, wurde von den im Land stationierten UN-Truppen übernommen.

Bild von Sunset Parkerpix

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