EHEC: Bockshornkleesamen aus Ägypten unter Verdacht

Seit Wochen herrscht in Deutschland aufgrund des EHEC-Erregers erhöhte Aufmerksamkeit. Bei der Ausbreitung des gefährlichen Darmkeims in Deutschland und Frankreich haben womöglich Bochshornkleesamen aus Ägypten eine Rolle gespielt.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) teilte am Mittwoch mit, dass eine Untersuchung der Ursachen der beiden jüngsten EHEC-Ausbrüche gezeigt hätte, dass „2009 und/oder 2010 aus Ägypten importierte Bochshornkleesamen“ beteiligt gewesen seien. Allerdings betonte die EFSA, dass es noch „zahlreiche Unsicherheiten“ gebe, ob es sich bei den Samen tatsächlich um den Urheber sämtlicher Erkrankungen handle. Die EFSA teilte weiter mit, dass es danach aussehe, dass die Lieferung von 2009 Ursprung des EHEC-Ausbruchs in Deutschland und die Lieferung von 2010 verantwortlich für die Fälle in Frankreich sei.

Nach dem Auftreten mehrerer Fälle von EHEC in Bordeaux hatte die Behörde gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) die Untersuchung eingeleitet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) registrierte 47 Todesfälle in der Bundesrepublik im Zusammenhang mit dem gefährlichen Darmkeim. In Frankreich war von acht EHEC-Erkrankungen die Rede.

Bild von cascade_of_rant

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