Deutschland: Die Angst vor Anschlägen wächst

Am vergangenen Sonntag atmete vor allem die amerikanische Bevölkerung auf, als die Nachricht bekannt wurde, dass Osama bin Laden getötet wurde. Nun befürchten die Bürger der Bundesrepublik Deutschland nach dessen Tötung Terroranschläge im eigenen Land.

Rund 51 Prozent der Befragten gaben an, dass sie seit der US-Aktion der Meinung sind, dass „die Gefahr von terroristischen Anschlägen gestiegen ist“. Das ergab der aktuelle Deutschlandtrend von Infratest Dimap im Auftrag der „ARD-Tagesthemen“ und der „Welt“. Rund 79 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass es auch in der Bundesrepublik zu solchen Taten kommen wird. Gegenüber Dezember 2010 ergibt sich daher eine Steigerung von 8 Prozent. Auch der Anteil derer, die der Meinung sind, dass zukünftig mehr zur Aufdeckung weiterer Sicherheitslücken getan werden müsse, stieg. Aktuell sind 67 Prozent dieser Meinung, dies entspricht einem Plus von zwölf Punkten. Nur noch 63 Prozent (minus 9) sind der Meinung, dass Deutschland gut geschützt sei. Dennoch sind nur 23 Prozent der Befragten dafür, dass die Antiterrorgesetze unbefristet verlängert werden müssen. 28 Prozent sprechen sich für eine befristete Verlängerung aus. Rund 48 Prozent wollen „zunächst die Notwendigkeit von Maßnahmen überprüfen“.

Selbst die Tötung Bin Ladens löst unterschiedliche Reaktionen aus. Während 42 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass die USA das Recht zu der Tötung hatte, fanden 52 Prozent, dass man hätte versuchen sollen, ihn festzunehmen. Zudem sind 64 Prozent der Meinung, dass dieser Tod kein „Grund zur Freude“ sei.

Bild von Awaya Legends

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