Deepwater Horizon: BP verlangt 40 Milliarden Dollar Schadenersatz

Gut ein Jahr ist es nun her, dass vor der US-Küste die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ explodierte und anschließend sank. Dabei wurde die größte Ölpest der Geschichte verursacht. Der Ölkonzern BP will nun vor Gericht die Frage nach der Verantwortung klären lassen.

Der britische Konzern BP verklagt den Besitzer der Bohrinsel „Deepwater Horizon“, das Schweizer Unternehmen Transocean, sowie einer weitere Firma. BP teilte am Donnerstag mit, dass man die Klage bei einem Bundesgericht in New Orleans einreiche. BP verklagt neben Transocean die US-Firma Cameron International, den Hersteller des defekten Abdeckventils. BP sollen wegen der Ölpest Kosten von rund 40 Milliarden Dollar (27,4 Milliarden Euro) entstanden sein. Diese Summe will der Konzern Medienberichten zufolge durch die Klagen zurückerstattet haben.

Bei der Explosion vergangenes Jahr starben elf Arbeiter. Nachdem die Bohrinsel zunächst zwei Tage in Flammen stand, sank sie rund 1500 Meter bis auf den tiefsten Ozean. Rund 780 Millionen Liter Rohöl strömten über 3 Monate hinweg ins Meer und verseuchten den Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Dabei wurden etwa 1000 Kilometer Küste verschmutzt. Gegen das Öl in und auf dem Wasser kämpften insgesamt 48.000 Menschen. Über Monate hinweg war Fischerei nicht mehr möglich.

Bild von EPI2oh

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