Commerzbank will Teil der Staatshilfe zurückzahlen

Die teilverstaatlichte Commerzbank hat ihre Krise hinter sich gelassen. Wie das Institut verkündet, schreibt man wieder Gewinne und plant die Rückzahlung der Milliardensummen, mit denen der Staat in der Finanzkrise der Commerzbank geholfen hatte.

Das erklärte Vorstandschef Martin Blessing am Mittwoch: „Wir wollen die Stillen Einlagen des SoFFin bereits 2011 um einen signifikanten Betrag zurückführen.“ Die Commerzbank hat im Jahr 2010 erstmals seit der Übernahme der Dresdner Bank wieder Geld verdient. Im vergangenen Jahr ist ein Gewinn von 1,43 Milliarden Euro erzielt worden. Im Krisenjahr 2009 hatte die Commerzbank noch 4,54 Milliarden Euro Verluste gemacht. Wie die Bank weiter mitteilt, stand vor Steuern ein Ergebnis von 1,35 Milliarden Euro. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres erzielte das teilverstaatlichte Kreditinstitut einen Gewinn von 277 Millionen Euro. Im Jahr 2009 stand an dieser Stelle noch ein Verlust von 1,91 Milliarden Euro.

Der Staat geht trotz des positiven Ergebnisses leer aus. Denn für das vergangene Jahr zahlt die Commerzbank auf die Staatshilfen nicht einmal die fälligen Zinsen. Diese betragen gut 1,5 Milliarden Euro. Die Abschreibung von 1,9 Milliarden Euro auf den Firmenwert der Eurohypo sorgte unter dem Strich nach HGB für 1,2 Milliarden Euro Verlust. „Es ist auch unser Anspruch, die Stillen Einlagen des Soffin für 2011 zu bedienen oder umgangssprachlich ‚zu verzinsen ‘“, versicherte Blessing. „Und wir werden auch alles daran setzen, dass der Bund sein Engagement insgesamt positiv abschließt.“

Bild von Jürgen Stemper // Bloemche

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