Christine Lagarde wird neue IWF-Chefin

Die Französin Christine Lagarde wird neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Am Dienstagabend gab das IWF-Direktorium bekannt, dass die 55-Jährige für den Posten ausgewählt worden sei und ihre fünfjährige Amtszeit am 5. Juli antreten wird.

Zuvor hatte sich bereits die amerikanische Regierung für Lagarde als neue IWF-Chefin ausgesprochen. In den Gremien des IWF haben die USA einen Stimmanteil von 17 Prozent, die Europäer kommen auf knapp 35 Prozent. Auch die Volksrepublik China hatte sich als eine weitere entscheidende Kraft hinter Lagarde gestellt. Gegenkandidat der Französin war der Chef der mexikanischen Notenbank, Agustin Carstens. Er begründete seine Bewerbung vor allem mit seinen Erfahrungen als Ökonom. Allerdings konnte er sich nur etwa zwölf Prozent der Stimmen sichern.

Im Mai war der einflussreiche Posten an der Spitze des IWF frei geworden, nachdem Dominique Strauss-Kahn wegen eines Strafverfahrens zurücktreten musste. Derzeit wirft die New Yorker Staatsanwaltschaft dem französischen Politiker vor, in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen sexuell genötigt zu haben.

Bild von MEDEF

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