Castor-Transporte: Demonstrationen und Proteste gegen Transport von Atommüll

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Demonstrationen gegen den bevorstehenden Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll ins Zwischenlager Lubmin bei Greifswald, der am Dienstag in Karlsruhe starten soll. Tausende Atomkraftgegner haben sich nun erneut versammelt, um gegen diesen Transport zu demonstrieren. Auf Plakaten forderten die Demonstranten den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie sowie den Verzicht auf Atommülltransporte durch das Bundesgebiet. Sie fürchten zudem, dass die Fässer mit schwach- sowie mittelradioaktivem Müll aus dem niedersächsischen Lager Asse ebenfalls nach Lubmin gebracht werden könnten.

Am Wochenende hatte es Bundesweit in 22 Städten Protestaktionen entlang der möglichen Fahrtroute gegeben. In Greifswald, bei der größten Kundgebung, demonstrierten rund 1500 Menschen gegen die von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Voraussichtlich am Dienstagabend wird der Zug in Karlsruhe starten und soll am Donnerstag im Zwischenlager eintreffen.

Am Freitag wurden nördlich von Berlin auf Bahnanlagen bei Oranienburg zwei Sprengsätze gefunden. Das teilte das Landeskriminalamt mit. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den versuchten Anschlägen und den anstehenden Castor-Transporten könne demnach nicht ausgeschlossen werden.

Bild von GuenterHH

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