Castor-Transport rollt: Rund 300 Atomkraftgegner in Gewahrsam genommen

Schon vor dem Start der fünf Castor-Transportbehälter von Karlsruhe nach Lubmin kam es zu Protesten. Kernkraftgegner hatten zuvor zu Protestaktionen aufgerufen. Bei einer Gleisblockade wurden rund 300 Demonstranten in Gewahrsam genommen. Knapp 500 Aktivisten hatten sich zu einer „Nacht-Tanz-Blockade“ versammelt.

Gegen 3:15 Uhr konnte der Zug mit dem hochradioaktiven Atommüll die ehemalige Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) verlassen. Mehrere hundert Polizisten sicherten den Zug ab. Gegner des Atommüll-Transports hatten im Stadtteil Neureut die Gleise blockiert. Mit ihrer Aktion in der Nacht widersetzten sich die Demonstranten gegen das Versammlungsverbot entlang der Strecke in Karlsruhe. Am 15. und 16. Februar hatte die Stadt verfügt, dass in der Zone 50 Metern links und rechts der Straßenbahnstrecke S1 Demonstrationen nicht erlaubt sind.

An der Route des Atommüll-Transportes hatten die Aktivisten sich versammelt, um kurz vor 23 Uhr spontan zu den Schienen zu laufen und sich auf einer Strecke von knapp 200 Metern auf die Gleise zu setzen. Gegen 01:30 Uhr begann dann die Polizei, die Castor-Gegner von den Gleisen zu tragen.

Bild von gruenenrw

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