Bundesländer planen rigorose Einschnitte für Spielhallen

Offenbar planen die für das Glücksspiel zuständigen Bundesländer drastische Auflagen für die über 10.000 privaten Spielhallen. So sollen die meisten Betreiber nach einer Übergangszeit von fünf Jahren ihre Konzessionen verlieren.

Das geht aus einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ hervor. Das Blatt zitiert aus einem Entwurf der Länder über die künftigen Regeln für Casinos, Spielhallen, Lotto, Toto und Sportwetten. Demnach kommen zudem ein Verbot, am Eingang oder der Fassade für den Besuch der Spielstätte zu werben, und tägliche Sperrzeiten hinzu. Dem Bericht zufolge stoßen die Pläne im privaten Glücksspielgewerbe auf scharfe Kritik. So spricht Marktführer Paul Gauselmann, Präsident des Verbandes der Automatenindustrie, von einem „Kahlschlag“ und kündigt eine „Prozessflut“ an. Nach Angaben Gauselmanns werde man sich gegen die „rechtswidrige Enteignung“ zur Wehr setzen und Schadenersatz in Milliardenhöhe fordern. „Das ist die Vernichtung unserer Branche“, so Ulrich Schmidt, Besitzer von Deutschlands zweitgrößter Spielhallen-Gruppe. Von den derzeit etwa 150.000 Automaten in solchen Hallen würden durch die neuen Regeln „bis zu 100.000 abgeschaltet“. Schmidt warf den Ländern vor, Kapital in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro zu vernichten.

Die Ministerpräsidenten der Länder begründen ihre Änderungen mit der Spielsucht der Bevölkerung. Diese müsse vor der Sucht geschützt und zudem müsse besonders der Jugendschutz gewährleistet werden.

Bild von dev null

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