Bombensplitter fliegen bei Sprengung in Schimmerwald kilometerweit

Im niedersächsischen Schimmerwald nahe Bad Harzburg sind bei der Sprengung einer Bombe trotz Sicherheitsvorkehrungen Splitter kilometerweit geflogen. Dabei soll ein Metallstück sogar bis in das etwa drei Kilometer entfernte Stapelburg in Sachsen-Anhalt geflogen sein und landete dort auf einem Hausdach.

Das berichtet die „Goslarsche Zeitung“. Bei dem Zwischenfall, der sich am Donnerstag ereignete, soll niemand verletzt worden sein. Der Splitter habe das Dach eines Wohngebäudes getroffen und durchschlagen, erklärte ein Sprecher der Polizei in Halberstadt. Wie die „Goslarsche Zeitung“ weiter berichtet, flogen weitere Splitter etwa 1500 Meter weit bis zu einem Gehöft. Die Metallstücke landeten nur 50 Meter von einem Gebäude entfernt. Aufgrund des Vorfalls hätten nun Experten des niedersächsischen Kampfmittelräumdienstes eine weitere geplante Bombensprengung vorerst abgesagt. Am Mittwoch solle dann über neue Sicherheitsmaßnahmen beraten werden, bevor der Kampfmittelbeseitigungsdienst seine Arbeit wieder aufnimmt.

Aktuell ist noch nicht klar, warum die Splitter so weit geflogen sind. Demnach seien alle Sicherheitsvorkehrungen genau beachtet worden, zitierte die Zeitung Sprengmeister Michael Tillschneider vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Man habe einen Sicherheitsradius von 1000 Metern als ausreichend erachtet.

Bild von cbrozinski

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Comments

  1. Ulrich Frenzel says:

    Da ich über 30 Jahre bei der NVA u. BW als Feuerwerker tätig war und genug Munition vernichtet habe um hier mitreden zu können kann ich mir nicht vorstellen, wie ein Splitter, bei einem vorher bestimmt richtig festgelegten Gefahrenbereich (entspr. der Bombengröße, Brisanz und Lage) von 1000m, 3000m weit fliegt. Da sind doch bestimmt Wichtigtuer o.ä. am wirken…

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