Bing Streetside: Microsoft bietet Vorabwiderspruch an

Offenbar war der Druck der Datenschützer zu groß: Microsoft bietet Millionen Deutschen nun doch einen Vorabwiderspruch für seinen Internetkartendienst „Bing StreetSide“ an. Das teilte der Konzern mit.

Eigentlich hatte sich der US-Konzern strikt geweigert, betroffenen Bewohnern und Hausbesitzern die Möglichkeit zu geben, die Veröffentlichung der Bilder in seinem 360-Grad-Dienst bereits im Vorfeld zu verhindern. Der geplante Zeitraum für die Einreichung eines Vorabwiderspruchs sei von August bis September 2011, so der Konzern in einer Mitteilung. Als Microsoft „StreetSide“ ankündigte, ließ man verlauten, dass man keine Vorabwiderspruchsfrist für die öffentliche Abbildung der abfotografierten Gebäude einräumen werde. Demnach sollte es erst im Nachhinein möglich sein, entsprechende Gebäude verpixeln zu lassen. Mit „StreetSide“ können Internetnutzer ganze Straßen im 360-Grad-Foto-Panorama betrachten. Ende Mai hatte Microsoft begonnen, Städte in der Bundesrepublik abzufahren und zu fotografieren. Von diesem Herbst an soll der Dienst dann Googles 360-Grad-Dienst „Street View“ Konkurrenz machen.

Als Google im vergangenen Jahr die Veröffentlichung von deutschen Straßenbildern in seinem Dienst ankündigte, liefen Datenschützer und Interessensverbände gegen das Unternehmen Sturm. Der Suchmaschinenanbieter reagierte dann und ermöglichte Immobilienbesitzern einen Vorab-Widerspruch gegen Aufnahmen ihrer Häuser. Nun wiederholt sich offenbar dieser Vorgang bei Microsofts Straßenbilderdienst.

Bild von Robert Scoble

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Kommentar verfassen