Beschäftigte streiken am Helios-Klinikum in Erfurt

Am Montagmorgen wollen die Ärzte im Erfurter Helios-Klinikum ihre Arbeit für zwei Stunden niederlegen. Der Marburger Bund hatte zu dem Warnstreik aufgerufen. Die Beschäftigten am Erfurter Krankenhaus schließen sich damit bundesweiten Warnstreiks an. In den festgefahrenen Tarifverhandlungen des Marburger Bundes und dem privaten Klinikkonzern soll auf diese Weise Druck ausgeübt werden.

Dabei fordert man mehr Nachtzuschläge und höhere Gehälter. Hans-Jörg Freese, Bundessprecher des Marburger Bundes, erklärte gegenüber „MDR Radio Thüringen“, dass die Verhandlungen mit anderen großen privaten Klinikunternehmen geglückt seien. Demnach sei noch nicht klar, warum sich das Klinikum gegen bessere Tarife sträube. Der Konzern könne sich angesichts der vielen offenen Arztstellen eine derartige Politik nicht leisten. Den Ärzten wird bislang von Helios eine Lohnsteigerung unter zwei Prozent angeboten. Diese wollen allerdings fünf Prozent mehr Lohn. Man will die Angleichung auf den Standard der anderen privaten Kliniken erreichen.

Die fünfte Verhandlungsrunde soll dem „MDR“ zufolge am Dienstag in Berlin zwischen beiden Seiten starten. In Thüringen unterhält Helios insgesamt vier Kliniken. Auch die Gewerkschaft ver.di verhandelt zurzeit mit Helios für bessere Tarife aller Beschäftigten. Die Mitarbeiter wollen am Donnerstag in Vorbereitung auf die nächste Tarifrunde in einen Warnstreik treten.

Bild von tuev_sued

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